Seitdem das Schreiben von Briefen und Karten ziemlich aus der Mode gekommen ist, frage ich mich immer wieder, wozu ich eigentlich einen relativ großen Briefkasten besitze. Die Post, auf die ich mich freuen würde, bekomme ich heute schmucklos und nüchtern per E-Mail. Hin und wieder verirrt sich mal ´ne Urlaubskarte darin. Ganz verschämt kuschelt die dann mit der Tageszeitung und … ja und mit der ganzen Werbung …
Werbebriefe, Produktinformationen, Flyer… Und ungeachtet meines Aufklebers am Briefkasten: „Bitte keine Werbung“, wird alles erbarmungslos hineingestopft.  Und wo landet der meiste Kram davon dann endlich – gleich um die Ecke in der großen blauen Tonne, die 1x im Monat entleert wird – und die wird meistens voll.
Schade denke ich so manches Mal. Warum wird Werbung so oft  so gedankenlos im Briefkasten versenkt – auf nimmer wiedersehen? Wo so ein Flyer, ein Prospekt doch wirklich sehr viel Arbeit macht. Da wird an Texten gefeilt, nach passenden Bildern recherchiert, damit alles ja stimmig ist. Und dann im“ Zieleinlauf“, bei der „Landung“ … da wird plötzlich geschludert. Wo bleibt denn jetzt die Sorgfalt, das Herzblut? In der blauen Tonne? Und ich dachte immer, die war für den Kunden bestimmt …
Wenn Kunde nun aber nicht in einer blauen Tonne wohnt, sondern ganz woanders anzutreffen ist (was ja nicht ungewöhnlich erscheint), dann sollte man sich eventuell ein wenig mehr mit der „Landung“ der Werbebotschaften auseinandersetzen. Na dann auf eine Punktlandung – viel Erfolg.

