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Wie entsteht ein Firmenlogo?

2016-06-30 13:50 von Brigitte Püttmann (Kommentare: 0)

Firmenlogogestaltung - von der Idee bis zur Umsetzung

Warum überhaupt ein Firmenlogo?

Ein Firmenlogo bietet Orientierung auf einen fast unendlich großen Marktplatz vor Ort oder im Internet. Je unkomplizierter die Gestaltung, umso besser können wir uns Firmenlogos merken. Ein Firmenlogo wird überall platziert: Auf Visitenkarten, Briefkopfbogen, Firmenschilder, Fahrzeugbeschriftungen, Plakaten, Planen, Internetseiten usw. Es braucht keine großen Worte, um zu erklären, um wen und was es geht. Das Firmenlogo kommuniziert effizient. Je bekannter eine Firma, umso größer der Wert des Firmenlogos.

Was ist ein Logo eigentlich?

Da es eine Vielzahl von Definitionen dazu gibt, will ich es bei einer allgemeinen Beschreibung belassen: Ein Logo ist ein Signet, welches z.B. eine Firma, eine Organisation, eine Region, eine Stadt usw. zur Repräsentation nutzt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Logo zu gestalten:

  • als Bildmarke (Grafik)
  • als Wortmarke (Worte, Buchstaben / Abkürzungen)
  • als Wort-Bild-Marke (kombiniertes Zeichen)

Grafiken prägen sich besser ein als Worte. Sie reichen jedoch oft nicht aus, um komplex zu kommunizieren. Daher kommen häufig Wort-Bild-Marken zur Anwendung, wie z.B.: Deutsche Bank, Deutsche Post usw.

Bei sehr bekannten Firmen werden beide Elemente - Grafik und Wort auch einzeln verwendet und jeder weiß Bescheid. Der Stern von Mercedes Benz wirkt auch einzeln, genau wie der Haken von Nike.

Aber auch reine Wortmarken finden Sie überall, wer kennt sie nicht: VELUX, ADAC usw.

Aus rechtlichen Gründen können wir hier die genannten Logos nicht abbilden. Aber wozu auch, Sie kennen sie und haben diese sofort im Kopf. Ideal.

Die einzelnen Entwicklungsstufen eines Logos

Schritt 1: Briefing zur Firmenlogogestaltung

Bevor eine Idee für ein Firmenlogo entwickelt werden kann, sind möglichst detaillierte Informationen zur Firma wichtig. Daher stehen zunächst sehr viele Fragen im Raum: Dienstleister? Hersteller? Zielgruppe? Dienstleistungen? Produkte? Service? Philosophie? Größe? Entwicklungsziele? ... So entsteht für den Designer ein komplexes Bild der Firma. Sie als Kunde sind hier gefragt, die notwendigen Informationen mündlich / schriftlich zur Verfügung zu stellen. Besonders wichtig sind natürlich Ihre Vorstellungen. Nicht jede Kundenvorstellung eignet sich für eine Logogestaltung. In einem beratenden Gespräch werden dazu Pro und Contra gegenübergestellt und eine mögliche Lösung gedanklich skizziert.

Schritt 2: Ideenfindung Firmenlogo

Die gesammelten Informationen bilden die Grundlage für die Ideenfindung - ein Prozess, in welchem die Informationen gebündelt und auf das Wesentliche reduziert werden: Was macht die Firma aus? Welche Kernkompetenzen stehen im Mittelpunkt? Die spätere Gestaltung ist nichts anderes, als die Kunst des intelligenten Weglassens. Sie wird sich nicht in Einzelheiten verlieren, sondern auf die Kernaussage beschränken und damit im späteren Einsatz flexibel bleiben.

Es braucht viel Erfahrung um eine Gestaltung auf den Punkt zu bringen - weniger ist mehr. Eine klare Gestaltung lässt sich besser einprägen. Es werden Farben und Schriften bestimmt, die zur Firma passen. Die Art der Gestaltung des Firmensignets. Viele Entscheidungen müssen getroffen werden. Danach entstehen erste Skizzen, auf dem Papier, im Grafikprogramm.

Schritt 3: Gestaltung der Logoentwürfe

Nachdem nun die grundlegenden Ideen stehen, geht es um die Gestaltung der Logoentwürfe, die später dem Kunden vorgelegt werden sollen. Generell 3 Entwürfe - nicht mehr. Warum nicht mehr? Ganz einfach - wir können uns nur zwischen 3 max. 4 Entwürfen überhaupt entscheiden. Werden eine Unzahl von Entwürfen präsentiert, ist eine Entscheidung fast unmöglich. Eine Zumutung für jeden Kunden. In der Phase der Gestaltung der Logoentwürfe muss für den Designer bereits klar sein, wie die wirksamste Lösung aussehen wird. Daher wird relativ viel Zeit mit Schritt 1 und 2 verbracht, um jetzt im Schritt 3 genau auf den Punkt zu kommen.

Die 3 Entwürfe werden für die Kundenpräsentation entsprechend vorbereitet. Der Designer legt eine Interpretation seiner jeweiligen Idee vor. Falls mehrere Farben passen könnten, werden die Entwürfe in den entsprechenden Farben zum Vergleich gestaltet. Die Logos werden in unterschiedliche Größen umgesetzt, um zu sehen, ob alle Details der Gestaltung optimal umgesetzt wurden. Auch in S/W muss die Wirkung der Gestaltung erhalten bleiben. Somit werden alle Entwürfe nicht nur farbig, sondern auch in S/W dargestellt. Es geht bei der richtigen Auswahl eines Logoentwurfes nicht allein nur um das Aussehen, sondern auch um die Funktionalität. Später soll das Signet möglichst in allen Anwendungen der Firma verwendet werden können. Wirkt ein Entwurf z.B. nur weil er mit einem Farbverlauf umgesetzt wurde, ist dieser nicht geeignet. Die Gestaltung muss auch ohne Farben markant sein.

Schritt 4: Die Entwurfsauswahl Firmenlogo

Ihnen als Kunde werden diese Entwürfe zur Verfügung gestellt und Sie dürfen nun in Ruhe entscheiden. Dazu sollten Sie sich ein paar Tage Zeit nehmen. Ist die Entscheidung durch Sie gefallen, werden die Daten für Sie fertig gemacht. Bei Unsicherheiten können Sie jederzeit mit Ihrem Designer Rücksprache halten. Falls trotz aller Sorgfalt im Vorfeld Ihnen kein Entwurf gefallen sollte, wird noch einmal ein Briefing erforderlich sein. Hier geht es nun konkret um die Gestaltungsmöglichkeiten und Änderungswünsche. Es wird noch ein Entwurf vorgelegt. In der Regel ist damit der Prozess abgeschlossen.

Schritt 5: Die Datenbereitstellung des endgültigen Logoentwurfes

Nun ist es geschafft. Der endgültige Entwurf geht in die Endbearbeitung. Es erfolgt eine genaue Kontrolle aller Gestaltungsdetails. Ist alles perfekt, werden die Daten in unterschiedliche Dateiformate gespeichert - für die Anwendung in der Druckerei, für die Nutzung am PC und für die Anwendung im Internet. Sie erhalten dazu eine Layoutbeschreibung bzw. ein Handbuch mit allen Details zur Nutzung. Ein Logonutzungsvertrag regelt die Rechte.

Unter Portfolio können Sie sich einige Beispiele gestalteter Firmenlogos anschauen. Wählen Sie im Bereich Portfolio  "Corporate Design aus". Sie finden zu jedem Logo eine Beschreibung.

Fazit

Wenn eine Logogestaltung fertig ist, sieht man ihr nicht unbedingt diesen doch recht großen Aufwand an. Oder hätten Sie gedacht, dass in der Gestaltung des Logos z.B. der Deutschen Bank so viel Arbeit steckt - ein einfacher Schriftzug, ein Quadrat mit einer aufsteigender Linie in der Mitte. Nein? In dieser scheinbaren einfachen Umsetzung steckt aber alles das, was ein gutes Logo ausmacht: Ein klares Design, welches im Kopf bleibt und eine eindeutige Botschaft: Vertrauen, Zuverlässigkeit und Erfolg. Mehr braucht es nicht.

Werte, die im Logo stecken

Der Wert eines Logos steigt mit Bekanntheitsgrad einer Firma. Und somit erklärt sich auch, warum ein Logo markenrechtlich geschützt werden sollte.  Sie können 500 Euro in eine Logoentwicklung investieren, Ihre Firma entwickelt sich gigantisch und somit wird Ihr Firmenlogo auch enorm an Bedeutung gewinnen. Sie können auch 500.000 Euro investieren. Wenn Ihre Firma floppt, ist auch das teure Logo nichts wert.

Noch weitere Informationen zum Thema Logodesign erfahren Sie hier >>

Wir beraten Sie gerne und unterstützen Sie dabei, wenn es um die Gestaltung Ihres Firmenlogs geht: Kontakt zu uns

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